Karunahaus
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Buddhismus & Dhamma

Eine Lehre zum Üben, nicht zum Glauben

Auf einen Blick

Dhamma: die Lehre des Buddha – zugleich «die Dinge, wie sie sind»

Im Haus: keine einzelne Schule – Vipassana, Zen und tibetische Übungen

Kern: verstehen, was Leiden verursacht – und was es löst

Für wen: offen für alle, ohne Bekehrung

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Vergoldete Tara-Statue mit Opfergaben und Orchideen im Karunahaus

Was bedeutet Dhamma?

«Dhamma» (Pali; im Sanskrit «Dharma») bezeichnet die Lehre des Buddha — und zugleich die Wirklichkeit selbst: die Dinge so, wie sie wirklich sind. Im Karunahaus wird Dhamma vor allem im zweiten Sinn verstanden: nicht als Glaubenssatz, den man annehmen muss, sondern als etwas, das man im eigenen Erleben überprüfen kann. Der Buddha war kein Gott, sondern ein Mensch, der einen Weg beschrieben hat. Ob dieser Weg trägt, zeigt sich im Üben, nicht im Fürwahrhalten.

Buddhismus im Karunahaus

Das Karunahaus gehört keiner einzelnen Schule an und vertritt keine Konfession. Über das Jahr sind Lehrerinnen und Lehrer aus verschiedenen Traditionen zu Gast — Vipassana aus der Theravada-Tradition, Zen mit seinen Sesshins, sowie Übungen aus dem tibetischen Buddhismus wie die Praxis der Weissen Tara, Tonglen oder Mahamudra. Was sie verbindet, ist die ernsthafte Praxis, nicht eine gemeinsame Dogmatik. Der Name «Karuna» bedeutet Mitgefühl — das ist der rote Faden, nicht eine bestimmte Lehrmeinung.

Worum es im Kern geht

Im Zentrum der buddhistischen Lehre stehen die Vier Edlen Wahrheiten — nüchtern, fast wie eine Diagnose:

  • Im Leben gibt es Unzulänglichkeit und Leiden (Dukkha).
  • Es hat eine Ursache — das Greifen und Festhalten, das Verlangen, dass die Dinge anders seien.
  • Dieses Leiden kann nachlassen, wenn das Greifen nachlässt.
  • Es gibt einen gangbaren Weg dorthin — den Edlen Achtfachen Pfad.

Der Achtfache Pfad fasst dieses Üben in drei Bereichen zusammen: eine klare Sicht und Absicht (Weisheit), ein redliches Verhalten in Rede, Handeln und Lebenserwerb (Ethik) sowie die Schulung des Geistes durch Bemühen, Achtsamkeit und Sammlung (Meditation). Es ist kein Stufenplan, den man abarbeitet, sondern acht Seiten derselben Übung.

Praxis statt Bekenntnis

Buddhismus im Karunahaus ist vor allem eine Praxis. Das Verstehen kommt durch das Tun: durch Meditation, durch Stille, durch den achtsamen Umgang mit dem Alltag eines Retreats. Theorie hilft, einzuordnen — aber sie ersetzt die eigene Erfahrung nicht. Deshalb steht hier das Üben im Mittelpunkt, nicht das Studium von Texten.

Muss man Buddhist:in sein?

Nein. Es gibt keine Bekehrung und kein Bekenntnis, das man ablegen müsste. Die Seminare stehen Menschen jeder oder keiner Religion offen. Viele kommen aus Interesse an Meditation und Stille, ohne sich «buddhistisch» zu nennen. Die Lehre lässt sich nutzen, ohne ein Etikett zu übernehmen.

Wie anfangen?

Am einfachsten beginnt man nicht mit Büchern, sondern mit dem Üben — in einem Retreat mit erfahrener Anleitung. Ein Schweigeretreat oder Vipassana-Kurs ist ein guter Einstieg; wer den eigenen Rückzug sucht, kann ein Selbstretreat machen. Wenn du nicht sicher bist, was passt, hilft der Blick in die Seminarübersicht oder eine kurze Anfrage.

Weiterführend: Meditation · Schweigeretreat & Vipassana · Die weisse Tara · Seminare

Karuna Haus
Enetthur 818
9657 Unterwasser

E-Mail: info@karunahaus.ch
Tel: 071 999 10 10
 

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